Bye-Bye Sambia – Wir wären gerne noch geblieben

Mittwoch, 02. August 2017
Nachdem wir die Victoria-Fälle besucht hatten, verließen wir Sambia. Unser Weg führte nun nach Namibia.
Wir entschieden uns, direkt von Sambia über den Grenzübergang Katima Mulilo nach Namibia einzureisen, anstatt wie die Meisten, über Botswana zu fahren, um uns die Ein- und Austempelei für Visum und Carnets zu ersparen.
Man warnte uns allerdings vor etwa 100km Schlaglochpiste auf sambischer Seite, um zur Grenze zu gelangen. Schlaglochpiste war noch ein netter Ausdruck. Eigentlich war die Straße ein einziges Loch, es gab mehr Löcher als Teer. Zum Autofahren ist diese Strecke momentan echt nicht zu empfehlen, mit unseren Mopeds ging es durch Slalomfahren aber recht zügig voran.
Motorrad in einem Schlagloch:


Der Grenzübergang verlief auch recht unkompliziert, außer, dass wir Roadtax für Namibia bezahlen mussten, aber das Kreditkartengerät außer Betrieb war und wir weder Namibische Dollar noch Sambische Währung zum Tauschen übrig hatten.
Also musste einer von uns zum nächsten Geldautomaten nach Namibia (Carsten). Problem: Ohne die Quittung für die Straßensteuer durfte man den Grenzstreifen aber nicht verlassen.
Dies hätte zum ausweglosen Dilemma führen können und wir säßen immer noch im Niemandsland fest, hätten die Grenzbeamten nicht nach einigen Diskussionen das Dilemma verstanden und so ließen sie Carsten passieren, Anja blieb als Pfand im Grenzstreifen.

Wir fuhren, nachdem alle Formalien erledigt waren, Richtung Katima Mulilo.
Dort steuerten wir auf Empfehlung das Kalimbeza Rest Camp & Fishing Safaris an. Wir verließen die Teerstraße, um auf etwa 6km Sandpiste zu diesem Camp zu gelangen.
Das Camp war eine großzügige grüne Anlage, allerdings ohne Restaurant.
Auf Empfehlung der Managerin fuhren wir zu einem anderen Camp, die Caprivi Houseboat Safari Lodge Campsite, welches ebenfalls an der Piste liegt.

Dort wurden wir herzlich begrüßt, aber man musste noch prüfen, ob ein Campingplatz frei sei.
Dieses machte uns bereits stutzig, denn das hatten wir in den letzten zwei Monate noch nie erlebt, dass kein Platz zum Campen frei sein könnte.
Da aber was frei war, könnten wir dort unser Nachtlager aufschlagen.
Wir trafen in dem Camp auf Nicky, einen Namibischen Guide, der uns mit hilfreichen Tipps bei unserer Routeplanung unterstützte. ( – Nicky bietet Natur und Kulturreisen in Namibia an)
Nachdem wir lecker zu Abend gegessen hatten, fiel Anja totmüde ins „Bett“ (eigentlich fühlen wir uns bereits sehr heimisch, in unserem kleinen Zelt). (Hierzu fällt uns noch eine Anekdote ein: Kurz vor dem Grenzübergang von Kenia nach Uganda am Mount Elgon campten wir im Garten eines Hotels, in dem eine Wahlveranstaltung der Opposition an diesem Abend stattfand. Eine der Besucherinnen guckte uns ganz ungläubig bezüglich unseres Zeltes an und fragte uns, ob alle Menschen in Deutschland in Zelten wohnen.)
So. Nachdem Anja also um 20.00 Uhr im Bett lag, ließ Carsten sich noch zu einer alkohollastigen Knobelrunde hinreißen (die Afrikaner stehen im Allgemeinen auf Spiele, bei denen es darum geht, möglichst schnell betrunken zu werden).
Zelten und Alkoholfahne verträgt sich übrigens nicht, findet Anja, und hätte Carsten am liebsten vor dem Zelt übernachten lassen.

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2 Comments

  1. Malena September 4, 2017 at 6:45 am #

    Liebe Anja,

    dein Reise-Blog ist wirklich beeindruckend! So viele tolle Eindrücke, Landschaften, Tiere… wirklich spektakulär!! Ich freue mich wirklich sehr für dich, dass du dieses wunderbare Abenteuer erlebst.

    Bald bist du wieder bei uns und wahrscheinlich hast du gar keine große Lust auf Office Life… das wird sicherlich eine große Umgewöhnung. Doch es gibt ja sicherlich auch andere schöne Dinge in Deutschland, die du nach deiner Reise mit anderen Augen betrachtest und auf die du dich vielleicht freust. Ich wünsche dir von Herzen, dass ihr Zwei diese großartige Reise schön ausklingen lassen könnt. Wer weiß, vielleicht sieht Afrika dich ja mal wieder…?
    Ich freue mich jedenfalls, wenn wir uns bald wiedersehen und du mir von all deinen Eindrücken erzählen kannst. Ich bin sehr stolz auf dich, wie du das alles gemeistert hast. Du hast wirklich meine Respekt!

    Alles Liebe
    Malena

    • Anja & Carsten September 4, 2017 at 12:12 pm #

      Vielen Dank liebe Malena,
      Die Reise ist wirklich einmalig und ich haben selten so viel Schönes und Aufregendes in kurzer Zeit erlebt.
      Ich erzähle gerne, wenn ich wieder zurück bin!!!
      Viele Grüße mittlerweile aus Kapstadt (der Blog ist leider bei Grenzübertritt Namibias stehen geblieben, da WiFi in Namibia zu schlecht)
      Anja

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